Multiplikatoren-Projekt
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Interview mit unseren Multiplikatoren

Dr. Rasmus Cromme, Laura Fazio und Katrin Frühinsfeld sprechen über ihr Multiplikatoren-Projekt an der Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften

10.04.2017

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von links: Frau Katrin Frühinsfeld, Herr Dr. Rasmus Cromme und Frau Laura Fazio

Im Rahmen des Multiplikatoren-Projekts engagiert sich Herr Dr. Rasmus Cromme seit 2013 für die Betreuung und Weiterbildung von Lehrenden und Lehre-Neueinsteigern.
Im Fokus des Projekts stand die Erarbeitung eines gemeinsamen Methodenpools für das Department sowie das Angebot von Workshops zu Lehrethemen. In der Verlängerungsphase wurden diese weiter ausgearbeitet und LMU-Teams als zentrale Austauschplattform für Lehrende des Departments etabliert.

Welche Ziele haben Sie für die aktuelle Verlängerungsphase Ihres Projekts und was sind Ihre persönlichen Erkenntnisse?

„Umdenken in der Lehre: Einsatz von vielfältigen Lehrmethoden“

Cromme: Unsere Ziele sind es, den Begriff der Lehre in seiner Vielfalt zu verstetigen und transparenter zu machen, ein department-übergreifendes Kollegengefühl zu etablieren und ausreichend Lehrmaterialien im Sinne einer „Grundversorgung“ zur Verfügung zu stellen.
Fazio:
Wir sehen, dass großes Interesse daran besteht, vermittelte Inhalte und neue bzw. alternative Lehrmethoden virtuell festzuhalten und abrufbar zu machen, wie beispielsweise durch unsere Seite „LMU-Teams“. Mittlerweile ist eine breite Methodensammlung zusammengekommen.
Cromme:
Wir beobachten zudem ein Umdenken in den letzten Jahren: Der Trend geht in Richtung eines interaktiven Seminarunterrichts, bei dem vielfältige und teils unkonventionelle Lehrmethoden von Nöten sind. Auch die Kommunikation zwischen Kollegen hat sich in diesem Sinne verbessert – es werden Unterrichtsansätze ausgetauscht und über etwaige Probleme offen geredet.

Auf Basis Ihrer Erfahrungen – wie gelingt es, Lehrende auf ein neues Angebot aufmerksam zu machen?

„Jour-Fix des Instituts und Persönliche Ansprache“

Frühinsfeld: Eine super Werbeplattform war der Jour-Fixe unseres Instituts. Hier werden regelmäßig organisatorische Belange und aktuelle Entwicklungen besprochen. Eine Veranstaltung vorzustellen, die für alle Lehrende relevant ist, hat gut in diesen Rahmen gepasst.
Cromme:
Weiter war die persönliche Ansprache der Kollegen essentiell. Nicht nur bei unseren Jour-Fixes, sondern auch bei anderen Zusammenschlüssen wie zum Beispiel auf Lehrestammtischen oder gar per E-Mail! So konnten wir individueller in Kontakt treten, auf persönliche Wünsche und Ideen für die Workshops eingehen und diese prompt umsetzen. Die Auszeichnung unserer Workshops mit offiziellen Hochschulzertifikaten ist zudem nicht nur ein Qualitätsmerkmal, sondern ein weiterer Teilnahmeanreiz für Lehrende.

Was sind Ihrer Meinung nach wichtige Schritte, um Projekterfolge zu verstetigen und zu sichern?

„Erfolge sichtbar machen und institutionalisieren.“

Cromme: Erfolge werden immer erst nach einer gewissen Zeit sichtbar. Neuerungen zu etablieren sind schleppende Prozesse, bei denen man viel Geduld braucht. Gut war deshalb die Verlängerungsphase im Rahmen des Multiplikatoren-Projekts. Hier konnten wir einige Projekterfolge wie „dokunstLEHRE“ oder unsere Doktorantenplattform zu einer department-internen Institution weiterentwickeln, um diese dann eigenständig fortführen zu können. Wichtig ist also, erstmal die Wirksamkeit sichtbar zu machen – beispielsweise durch Evaluation – und die Erfolge dann zu institutionalisieren.

Was bedeutet gute Lehre für Sie?

„Persönlichkeitsentfaltung, beidseitiges Lernen und Spaß.“

Cromme: Gute Lehre ist für mich, wenn der Funken überspringt. Es geht für mich vor allem darum, Möglichkeiten zu schaffen, damit Studierende sich je nach Interessen und Persönlichkeit entfalten können.
Frühinsfeld:
Die Begeisterung auf Seiten der Studierenden und auch auf Seiten der Lehrenden ist für mich zentral für gute Lehre. Auch ich lerne während ich lehre – die dazugewonnenen Erkenntnisse sollten sich auf beiden Seiten die Waage halten.
Fazio:
Spaß ist gute Lehre. Wir lehren in unserem Fachbereich, weil uns dieser Spaß macht und genau dieses Gefühl soll an Studierende weitergegeben werden.

Wir danken Herrn Dr. Rasmus Cromme, Frau Laura Fazio und Frau Katrin Frühinsfeld für das Interview und ihr Engagement für die Lehre im Rahmen des Multiplikatoren-Projekts.

Das Projektvorhaben startete 2013 und befindet sich momentan – nach einer konzeptionellen Neuausrichtung 2015 – in der Verlängerungsphase.



Die Interviews mit unseren Multiplikatoren finden Sie auch unter "Erfahrungsberichte" zum Download. Kurzbeschreibung zum Projekt finden Sie hier.